Handel EU-Republik Korea: Zahlen und Fakten
Die Handelsbeziehungen zwischen der EU und der Republik Korea beruhen auf einem Freihandelsabkommen, das im Dezember 2015 ratifiziert wurde.
Über die Republik Korea
Mit einer Bevölkerung von mehr als 51 Millionen Einwohnern steht die Republik Korea auf Platz 13 der größten Volkswirtschaften der Welt.
Das Land hat eine der bemerkenswertesten Entwicklungen der Moderne vollzogen und ist zu einer innovationsgetriebenen Volkswirtschaft mit hohem Einkommen geworden. Zwischen 1980 und 2024 wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) jedes Jahr um durchschnittlich 5,6 %. Die Republik Korea investiert 4,9 % ihres BIP in Forschung und Entwicklung (FuE); in der EU sind es nur 2,3 %.
Zu den industriellen Stärken des Landes gehören Hightech- und FuE-intensive Produkte wie Halbleiter, Arzneimittel, Biotechnologie und Verbraucherelektronik sowie der Schiffbau- und Automobilsektor, einschließlich Elektrofahrzeugbatterien.
Warenhandel (2025)
2025 belief sich der Warenhandel zwischen der EU und der Republik Korea auf über 124 Mrd. €. Mit einem Anteil von 10 % am Gesamthandel war die EU der drittgrößte Handelspartner der Republik Korea. Umgekehrt war die Republik Korea der achtgrößte Handelspartner der EU.
69,7 Mrd. € – Einfuhren in die EU
54,5 Mrd. € – Ausfuhren aus der EU
Wichtigste Handelsgüter zwischen der EU und der Republik Korea
Maschinen und Fahrzeuge
Chemikalien und verwandte Erzeugnisse
verschiedene Waren
Dienstleistungshandel (2024)
Im Jahr 2024 (für das zuletzt Daten vorliegen) belief sich der Handel mit Dienstleistungen zwischen der EU und der Republik Korea auf fast 33 Mrd. €.
12,2 Mrd. € – Einfuhren in die EU
20,8 Mrd. € – Ausfuhren aus der EU
Wichtigste Dienstleistungen im Handel zwischen der EU und der Republik Korea
Verkehr
Telekommunikations-, EDV- und Informationsdienstleistungen
FuE, freiberufliche Dienstleistungen und Unternehmensberatung
Wartungs- und Reparaturdienstleistungen (für Einfuhren der EU)
Freihandelsabkommen EU-Republik Korea
Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und der Republik Korea wurde im Dezember 2015 förmlich ratifiziert, aber schon seit Juli 2011 vorläufig angewandt.
Seit seinem Inkrafttreten haben der bilaterale Handel und die bilateralen Investitionen beträchtlich zugenommen. So stieg der Warenhandel zwischen 2011 und 2025 jedes Jahr um durchschnittlich 5,3 %.
Wichtigste Vorteile des Abkommens:
- keine Zölle auf Industrie- und Agrarimporte aus der EU
- leichterer Zugang zum koreanischen Dienstleistungsmarkt für EU-Unternehmen
- mehr Möglichkeiten für EU-Unternehmen, sich um öffentliche Aufträge in Korea zu bewerben
- besserer Schutz der Rechte des geistigen Eigentums sowie von Lebensmitteln und Getränken mit geografischen Angaben
Abkommen über den digitalen Handel EU-Republik Korea
Zur Ergänzung des Freihandelsabkommens arbeiten die EU und die Republik Korea seit 2022 an engeren digitalen Handelsbeziehungen. Im März 2025 schlossen sie ein Abkommen über den digitalen Handel.
Ziel ist es, den digitalen Handel mit Dienstleistungen und Waren weiter zu fördern, indem sowohl Unternehmen als auch Verbraucherinnen und Verbraucher mehr Rechtssicherheit erhalten. Das Abkommen enthält gemeinsame Vorschriften in Bereichen wie Datenströme, elektronische Verträge, digitale Signaturen, Verbraucherschutz und Online-Handel.
Ausländische Direktinvestitionen
Die EU ist der größte ausländische Direktinvestor in der Republik Korea. 2024 belief sich der Gesamtwert der EU-Bestände an ausländischen Direktinvestitionen (ADI) in der Republik Korea auf 53 Mrd. €. Umgekehrt belief sich der Gesamtwert der ADI-Bestände der Republik Korea in der EU auf 41,8 Mrd. €. Die Investitionen der Republik Korea konzentrieren sich vor allem auf Deutschland, Ungarn und Polen.
Datenquellen
Die auf dieser Seite verwendeten Daten wurden im Mai 2026 abgerufen und stammen aus den folgenden Eurostat-Datensätzen:
Weitere Informationen
EU-Handelsvorschriften
EU-Handelsabkommen
EU-Handelsverhandlungen
Letzte Überprüfung: 12. Juni 2026