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Zeitleiste: Geschichte

Film: „Von Kamingesprächen zum wesentlichen Entscheidungsorgan“

Film: „Von Kamingesprächen zum wesentlichen Entscheidungsorgan“

Dieser Dokumentarfilm zeichnet die Geschichte des Europäischen Rates von seiner Gründung bis zum heutigen Tag nach. Er zeigt wichtige Meilensteine der vergangenen Jahrzehnte, die den Entscheidungsfindungsprozess der Staats- und Regierungschefs der EU geprägt haben.

Die Geschichte wird aus der Sicht derjenigen erzählt, die Zeugen des Wandels des Europäischen Rates zum heutigen zentralen Entscheidungsorgan waren.

Erfahren Sie mehr über die Ereignisse und die Verträge, die die Rolle des Europäischen Rates, des Rates der EU, der Euro-Gruppe und des Euro-Gipfels geprägt haben.

  • 1950

    Die Schuman-Erklärung

    Der französische Außenminister Robert Schuman kündigt die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl an, die von einer gemeinsamen Hohen Behörde kontrolliert werden soll. Damit wird der Grundstein für die Europäische Union gelegt, die auf zwei Grundprinzipien beruht: Frieden und Solidarität.

  • 1952

    23. Juli

    Der Vertrag von Paris

    Mit dem Pariser Vertrag wird die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) gegründet, die den gemeinsamen Markt für Kohle und Stahl aus der Taufe hebt. Damit wird ein Schritt zum Abbau von Misstrauen und Spannungen zwischen europäischen Nachbarstaaten nach dem Zweiten Weltkrieg getan. Der EGKS-Vertrag, der 2002 auslief, ist der erste Gründungsvertrag der Europäischen Gemeinschaft.

    Unterzeichnung des Vertrags von Paris am 18. April 1951
  • 1952

    8. September

    Erste Tagung des Besonderen Ministerrates der EGKS

    Die erste Tagung des Besonderen Ministerrates der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, aus dem später der Rat der Europäischen Union hervorging, findet in Luxemburg statt.

  • 1958

    1. Januar

    Die Verträge von Rom

    Mit den Römischen Verträgen werden die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und die Europäische Atomgemeinschaft (Euratom) gegründet. Am 25. September 1958 findet unter Leitung des belgischen Außenministers Victor Larock die erste Tagung des Rates der EWG statt.

  • 1965

    2. Juli

    Die "Politik des leeren Stuhls"

    1965 kündigt Frankreich an, aufgrund von Meinungsverschiedenheiten bei den Verhandlungen über die Finanzierung der Gemeinsamen Agrarpolitik nicht mehr an den Ratstagungen teilnehmen zu wollen. Gelöst werden konnte diese Krise 1966 dank des Luxemburger Kompromisses, mit dem die Regel der Einstimmigkeit für die Fälle, in denen wesentliche Interessen auf dem Spiel stehen, eingeführt wurde.

    Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über die Finanzierung der Gemeinsamen Agrarpolitik beschließt Frankreich, den Ratstagungen fernzubleiben
  • 1967

    1. Juli

    Die Fusionsverträge

    Mit den beiden Fusionsverträgen von 1967 und 1971 werden ein gemeinsamer Rat und eine gemeinsame Kommission eingesetzt und ein gemeinsamer Haushaltsplan für die drei Gemeinschaften (EGKS, Euratom und EWG) eingeführt. Ferner wird der AStV förmlich zum Vorbereitungsgremium des Rates erklärt.

  • 1973

    1. Januar

    Die erste Erweiterung

    Dänemark, Irland und das Vereinigte Königreich treten den Europäischen Gemeinschaften bei, womit sich die Zahl der Mitgliedstaaten auf neun erhöht.

    Unterzeichnung des Vertrags über den Beitritt Dänemarks, Irlands und des Vereinigten Königreichs zur EU
  • 1974

    9. Dezember

    Einsetzung des Europäischen Rates

    Nach dem Gipfel von Kopenhagen im Dezember 1973, dem zufolge Gipfeltagungen jeweils bei Bedarf stattfinden sollen, wird auf dem vom französischen Präsidenten Valéry Giscard d’Estaing organisierten Gipfel von Paris im Dezember 1974 der Europäische Rat geschaffen. Er wurde als informelles Forum für Gespräche zwischen den Staats- und Regierungschefs ins Leben gerufen.

  • 1975

    11. März

    Erste Tagung des Europäischen Rates

    Der neugeschaffene Europäische Rat tagt erstmals im März 1975 in Dublin.

    Erste Tagung des Europäischen Rates vom 11. März 1975 in Dublin
  • 1981

    1. Januar

    Griechenland tritt der EU bei

    Mit dem Beitritt Griechenlands wird die Zahl der EU-Mitgliedstaaten zweistellig.

  • 1985

    14. Juni

    Das Schengen-Übereinkommen

    Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg und die Niederlande unterzeichnen in Schengen (Luxemburg) das Schengener Übereinkommen über die Abschaffung der Grenzkontrollen.

    Dieses Übereinkommen räumt den Bürgern schrittweise die Möglichkeit ein, Binnengrenzen ohne Passkontrollen zu überschreiten. Die Umsetzung des Schengener Übereinkommens beginnt später (1995).

  • 1985

    28./29. Juni

    Europäischer Rat nimmt die EU-Flagge an

    Der Europäische Rat nimmt die Flagge als offizielles Logo der Europäischen Gemeinschaften an.

  • 1985

    2. Dezember

    Europäischer Rat in Luxemburg

    Der Europäische Rat erzielt eine politische Einigung, mit der der Weg für die Annahme der Einheitlichen Europäischen Akte geebnet wird.

  • 1986

    1. Januar

    Spanien und Portugal werden EU-Mitglieder

    Spanien und Portugal treten der EU bei, womit sich die Zahl der Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaften auf zwölf erhöht.

    Spanien und Portugal treten am 1. Januar 1986 der EU bei
  • 1987

    1. Juli

    Die Einheitliche Europäische Akte

    Mit der Einheitlichen Europäischen Akte (EEA) wird der Binnenmarkt errichtet, der den freien Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital ermöglicht. Mit der EEA wird die außenpolitische Zusammenarbeit eingeleitet und die Möglichkeit zur Beschlussfassung mit qualifizierter Mehrheit im Rat ausgedehnt.

    Außerdem erhält der Europäische Rat mit der Einheitlichen Europäischen Akte eine Rechtsgrundlage. Damit werden die Treffen der Staats- und Regierungschefs formalisiert.

  • 1992

    11. Dezember

    Öffentliche Tagungen

    Der Europäische Rat führt auf seiner Tagung 1992 in Edinburgh öffentliche Tagungen ein. Diese Praxis wird im Laufe der Jahre erheblich ausgeweitet – zuletzt durch den Vertrag von Lissabon.

    Die öffentlichen Aussprachen und Beratungen des Rates können heute auf der Website verfolgt werden.

  • 1993

    1. November

    Der Vertrag von Maastricht

    Mit Inkrafttreten des Vertrags von Maastricht wird auf der Grundlage einer erweiterten "Gemeinschaftssäule" die Europäische Union gegründet. Zudem werden damit die Wirtschafts- und Währungsunion geschaffen und zwei neue Säulen errichtet: die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) und die Zusammenarbeit im Bereich Justiz und Inneres (JI).

    Der Europäische Rat erlangt durch den Vertrag von Maastricht einen formellen Status. Er gibt der EU die für ihre Entwicklung erforderlichen Impulse und legt die allgemeinen politischen Zielvorstellungen für diese Entwicklung fest.

    Der Maastrichter Vertrag leitet auch den Prozess zur Einführung des Euro ein und bringt die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) auf den Weg.

    Unterzeichnung des Vertrags von Maastricht am 7. Februar 1992
  • 1995

    1. Januar

    Die vierte Erweiterung der EU

    Österreich, Finnland und Schweden treten der EU bei. Die EU umfasst nunmehr 15 Staaten und erstreckt sich über fast ganz Westeuropa.

  • 1996

    1. Januar

    Der Europäische Rat tritt viermal jährlich zusammen

    Seit 1996 tritt der Europäische Rat mindestens viermal jährlich zusammen. Bis dahin waren nur zwei Tagungen pro Jahr erforderlich.

  • 1997

    13. Dezember

    Einsetzung der Euro-Gruppe

    Der Europäische Rat billigt die Einsetzung der Euro-Gruppe – ein informelles Gremium, in dem die Finanzminister der Länder vertreten sind, deren gemeinsame Währung der Euro ist. Die erste Sitzung der Euro-Gruppe findet am 4. Juni 1998 auf Schloss Senningen in Luxemburg statt.

  • 1999

    1. Januar

    Geburtsstunde des Euro als virtuelle Währung

    Der Euro wird in elf Mitgliedstaaten eingeführt: Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien.

  • 1999

    1. Mai

    Der Vertrag von Amsterdam

    Mit dem Vertrag von Amsterdam wird ein Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts errichtet und das Schengen-Übereinkommen in EU-Recht überführt. Ferner wird durch den Vertrag die Rolle des Generalsekretärs des Rates geändert, der nun auch zum Hohen Vertreter für die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik wird.

    Der Vertrag von Amsterdam
  • 2001

    1. Januar

    Griechenland tritt dem Euro-Raum bei

    Griechenland ist der 12. Mitgliedstaat der EU, der den Euro als Währung einführt.

  • 2002

    1. Januar

    Der Euro kommt in Umlauf

    Ab dem 1. Januar 2002 treten Euro-Banknoten und ‑Münzen an die Stelle der nationalen Währungen.

    Die Euro-Banknoten und ‑Münzen werden in Umlauf gebracht.
  • 2003

    1. Februar

    Der Vertrag von Nizza

    Mit dem Vertrag von Nizza wird die institutionelle Reform der EU im Hinblick auf die künftige, auf 27 Mitgliedstaaten erweiterte EU eingeleitet. Auf Ebene des Rates wird die Möglichkeit zur Beschlussfassung mit qualifizierter Mehrheit ausgedehnt und der Grundsatz der verstärkten Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten eingeführt.

  • 2003

    1. Oktober

    Tagungen des Europäischen Rates finden in Brüssel statt

    Seit Oktober 2003 finden alle förmlichen Tagungen des Europäischen Rates in Brüssel statt.

    In der Erklärung Nr. 22 zum Vertrag von Nizza ist festgelegt, dass alle Tagungen des Europäischen Rates in Brüssel stattfinden, sobald die EU 18 Mitgliedstaaten hat.

    Bild des Europa-Gebäudes in Brüssel.
    Seit 2017 finden die Tagungen des Europäischen Rates im Europa-Gebäude in Brüssel statt. ©Philippe Samyn and Partners architects & engineers - lead and design partner, Studio Valle Progettazioni architects, Buro Happold engineers
  • 2004

    1. Mai

    Die größte Erweiterung der EU

    Zehn neue Staaten treten gleichzeitig der EU bei: die Tschechische Republik, Estland, Zypern, Lettland, Litauen, Ungarn, Malta, Polen, die Slowakei und Slowenien. Dies ist einwohner- und länderbezogen die zahlenmäßig größte Erweiterung der EU.

    Damit hat die EU jetzt 25 Mitgliedstaaten.

  • 2004

    10. September

    Der erste ständige Präsident der Euro-Gruppe

    Die Euro-Gruppe beschließt, einen ständigen Präsidenten für einen Zeitraum von zwei Jahren einzusetzen.

    Auf einer informellen Tagung des Rates „Wirtschaft und Finanzen“ (ECOFIN) in Scheveningen wird Jean-Claude Juncker zum ersten ständigen Präsidenten der Euro-Gruppe gewählt. Seine Amtszeit läuft vom 1. Januar 2005 bis zum 31. Dezember 2006.

    Jean-Claude Juncker, erster ständiger Präsident der Euro-Gruppe
  • 2006

    1. September

    Jean-Claude Juncker wird erneut Präsident der Euro-Gruppe

    Er wird für eine zweite Amtszeit zum Präsidenten der Euro-Gruppe gewählt.

  • 2007

    1. Januar

    Bulgarien und Rumänien treten der EU bei

    Bulgarien und Rumänien werden Mitgliedstaaten der nunmehr 27 Länder umfassenden EU.

    Mit dem Beitritt von Bulgarien und Rumänien zur EU wächst die EU auf 27 Mitgliedstaaten an
  • 2007

    1. Januar

    Slowenien tritt dem Euro-Raum bei

    Slowenien ist der 13. Mitgliedstaat der EU, der den Euro als Währung einführt.

  • 2008

    1. Januar

    Zypern und Malta treten dem Euro-Raum bei

    Damit gehören jetzt 15 Länder zum Euro-Raum.

  • 2008

    12. Oktober

    Der Euro-Gipfel wird aus der Taufe gehoben

    Der französische Präsident Nicolas Sarkozy schlägt ein regelmäßiges Treffen der Staats- und Regierungschefs des Euro-Raums vor. Die erste Tagung findet am 12. Oktober 2008 statt. Die folgenden Gipfel finden im Mai 2010, im März 2011, im Juli 2011 und im Oktober 2011 in Brüssel statt.

    Die Tagungen des Euro-Gipfels dienen der Koordinierung der Wirtschaftspolitik im Euro-Raum. An den Tagungen nehmen auch der Präsident des Euro-Gipfels und der Präsident der Europäischen Kommission teil.

  • 2009

    1. Januar

    Die Slowakei tritt dem Euro-Raum bei

    Die Slowakei wird zum 16. Mitgliedstaat des Euro-Raums.

  • 2009

    19. November

    Herman Van Rompuy wird zum Präsidenten des Europäischen Rates gewählt

    Auf einer informellen Tagung am 19. November 2009 in Brüssel verständigen sich die Staats- und Regierungschefs der EU einstimmig darauf, Herman Van Rompuy zum ersten ständigen Präsidenten des Europäischen Rates zu ernennen.

    Herman Van Rompuy, Präsident des Europäischen Rates von 2009 bis 2014
  • 2009

    1. Dezember

    Der Vertrag von Lissabon

    Mit dem Inkrafttreten des Lissabonner Vertrags werden Struktur und Arbeitsweise der EU reformiert.

    Die Möglichkeit zur Beschlussfassung mit qualifizierter Mehrheit im Rat wird ausgedehnt.

    Der Europäische Rat wird ein eigenständiges Organ, das über einen Präsidenten verfügt. Bis dahin war der Europäische Rat ein informelles Gremium und das Amt des Vorsitzenden des Europäischen Rates eine inoffizielle Funktion. Die Rolle wurde von dem Staats- oder Regierungschef des Mitgliedstaats ausgeübt, der zum jeweiligen Zeitpunkt den turnusmäßig wechselnden Vorsitz im Rat der Europäischen Union innehatte.

    Unterzeichnung des Vertrags von Lissabon
  • 2009

    1. Dezember

    Protokoll Nr. 14 zum Vertrag von Lissabon

    Das Protokoll Nr. 14 zum Vertrag von Lissabon, das die Rolle der Euro-Gruppe festlegt, tritt am 1. Dezember 2009 in Kraft. Die Minister der Mitgliedstaaten, deren Währung der Euro ist, treten zu informellen Sitzungen zusammen, um Fragen im Zusammenhang mit der einheitlichen Währung zu erörtern, und sie wählen einen Präsidenten für zweieinhalb Jahre.

    Mit dem Vertrag von Lissabon wird außerdem die Geschäftsordnung des Rates dahin gehend geändert, dass an Abstimmungen des vollzähligen Rates (Wirtschaft und Finanzen) über Fragen, die ausschließlich den Euro-Raum betreffen, nur Mitglieder der Euro-Gruppe teilnehmen dürfen.

  • 2009

    10. Dezember

    Europäischer Rat unter dem Vorsitz von Fredrik Reinfeldt

    Zum letzten Mal führt der Staats- oder Regierungschef des Mitgliedstaats, der den turnusmäßig wechselnden Ratsvorsitz innehat, auf der Tagung des Europäischen Rates den Vorsitz.

    Der Europäische Rat vom Dezember 2009 findet unter dem Vorsitz des schwedischen Ministerpräsidenten Fredrik Reinfeldt statt.

  • 2011

    1. Januar

    Estland tritt dem Euro-Raum bei

    Estland führt als 17. Mitgliedstaat den Euro als Währung ein.

  • 2012

    1. März

    Der Vertrag über Stabilität, Koordinierung und Steuerung in der Wirtschafts- und Währungsunion

    Auf der Tagung des Europäischen Rates vom 1./2. März 2012 unterzeichnen 25 Staats- und Regierungschefs den Vertrag über Stabilität, Koordinierung und Steuerung in der Wirtschafts- und Währungsunion (SKS-Vertrag).

    Der Vertrag tritt am 1. Januar 2013 in Kraft und formalisiert den Euro-Gipfel. In Artikel 12 dieses Vertrags sind die Organisation des Euro-Gipfels und die Rolle des Präsidenten festgelegt.

  • 2012

    1. März

    Wiederwahl von Herman Van Rompuy

    Herman Van Rompuy wird für eine zweite Amtszeit vom 1. Juni 2012 bis zum 30. November 2014 zum Präsidenten des Europäischen Rates gewählt.

  • 2012

    10. Dezember

    Friedensnobelpreis für die EU

    Die EU erhält 2012 den Friedensnobelpreis für ihren Einsatz für Frieden, Aussöhnung, Demokratie und Menschenrechte in Europa.

    Bei der Verleihung des Friedensnobelpreises an die EU erklärt das norwegische Nobelpreiskomitee, es würdige mit seiner Entscheidung die stabilisierende Rolle der EU, der es zu verdanken sei, dass fast ganz Europa von einem Kontinent der Kriege zu einem Kontinent des Friedens geworden sei.

    Die EU wird 2012 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet
  • 2013

    21. Januar

    Wahl des Präsidenten der Euro-Gruppe

    Der niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem wird zum Präsidenten der Euro-Gruppe gewählt. Er ist der zweite ständige Präsident der Euro-Gruppe seit deren Bestehen.

    Jeroen Dijsselbloem
  • 2013

    14. März

    Geschäftsordnung des Euro-Gipfels

    Der erste Euro-Gipfel seit Inkrafttreten des Vertrags über Stabilität, Koordinierung und Steuerung in der Wirtschafts- und Währungsunion (SKS-Vertrag) findet am 14. März 2013 statt. Auf dieser Tagung werden die Regeln für die Organisation der Euro-Gipfel angenommen.

  • 2013

    1. Juli

    Kroatien tritt der EU bei

    Nach Slowenien wird Kroatien als zweites aus Jugoslawien hervorgegangenes Land Mitglied der EU.

    Damit hat die EU 28 Mitgliedstaaten.

  • 2014

    1. Januar

    Lettland tritt dem Euro-Raum bei

    Lettland wird zum 18. Mitgliedstaat des Euro-Raums.

  • 2014

    1. Dezember

    Donald Tusk wird Präsident des Europäischen Rates

    Donald Tusk folgt Herman Van Rompuy als Präsident des Europäischen Rates nach. Seine Amtszeit läuft vom 1. Dezember 2014 bis zum 31. Mai 2017.

    Donald Tusk, Präsident des Europäischen Rates
  • 2015

    1. Januar

    Litauen tritt dem Euro-Raum bei

    Der Euro-Raum hat jetzt 19 Mitglieder: Belgien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Slowakei, Slowenien, Spanien und Zypern.

    Fast 337,5 Millionen EU-Bürger verwenden den Euro
  • 2015

    22. Juni

    Euro-Sondergipfel zu Griechenland

    Die Staats- und Regierungschefs der EU treten am 22. Juni 2015 zu einem Gedankenaustausch zu Griechenland zusammen. Der Präsident des Euro-Gipfels, Donald Tusk, führt aus, dass die jüngsten Vorschläge der griechischen Regierung ein positiver Fortschritt seien, jedoch von den EU-Institutionen eingehender bewertet werden müssten.

  • 2015

    12. Juli

    Die Staats- und Regierungschefs des Euro-Raums erzielen eine Einigung zu Griechenland

    Sie sind bereit, Verhandlungen über ein Finanzhilfeprogramm für Griechenland im Rahmen des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) aufzunehmen. Zunächst müssen jedoch das griechische Parlament und andere nationale Parlamente der Einigung zustimmen. Nach Abschluss der nationalen Verfahren wird die Euro-Gruppe die Verhandlungen voranbringen.

  • 2015

    13. Juli

    Jeroen Dijsselbloem wird für eine zweite Amtszeit zum Präsidenten der Euro‑Gruppe gewählt

    Jeroen Dijsselbloem wird für eine zweite Amtszeit von zweieinhalb Jahren zum Präsidenten der Euro‑Gruppe ernannt.

    Der Präsident der Euro-Gruppe, Jeroen Dijsselbloem, im Anschluss an seine Wiederwahl am 13. Juli 2015
  • 2017

    9. März

    Wiederwahl von Donald Tusk zum Präsidenten des Europäischen Rates

    Donald Tusk ist für eine zweite Amtszeit von zweieinhalb Jahren für den Zeitraum vom 1. Juni 2017 bis zum 30. November 2019 zum Präsidenten des Europäischen Rates wiedergewählt worden.

  • 2017

    29. März

    Vereinigtes Königreich löst förmlich Artikel 50 aus, um aus der EU auszutreten

    Entsprechend dem Ergebnis des britischen Referendums vom 23. Juni 2016, bei dem die Bürgerinnen und Bürger des Vereinigten Königreichs für einen Austritt aus der Europäischen Union gestimmt haben, hat das Vereinigte Königreich dem Europäischen Rat förmlich mitgeteilt, dass es aus der EU auszutreten beabsichtigt.

    Der Europäische Rat hat eine Erklärung zur Mitteilung des Vereinigten Königreichs abgegeben.

    Wir bedauern, dass das Vereinigte Königreich die Europäische Union verlassen wird, sind aber für das Verfahren, das wir nun befolgen müssen, vorbereitet. (...) In diesen Verhandlungen wird die Union mit einer Stimme sprechen und ihre Interessen wahren. Unsere oberste Priorität wird sein, die Unsicherheit, die durch die Entscheidung des Vereinigten Königreichs für unsere Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Mitgliedstaaten entstanden ist, so weit wie möglich zu verringern.

    Europäischer Rat, 29. März 2017
  • 2017

    4. Dezember

    Wahl des Präsidenten der Euro-Gruppe

    Der portugiesische Finanzminister Mário Centeno wird zum Präsidenten der Euro-Gruppe gewählt. Er ist der dritte ständige Präsident der Euro-Gruppe seit deren Bestehen.

    Mário Centeno
  • 2019

    1. Dezember

    Charles Michel wird Präsident des Europäischen Rates

    Charles Michel löst Donald Tusk als Präsident des Europäischen Rates ab. Seine Amtszeit läuft vom 1. Dezember 2019 bis zum 31. Mai 2022.

    Charles Michel mit der EU-Flagge im Hintergrund
    Charles Michel, Präsident des Europäischen Rates
  • 2020

    31. Januar

    Das Vereinigte Königreich verlässt die Europäische Union

    Nach dem britischen Referendum vom 23. Juni 2016 und der Ratifizierung des Austrittsabkommens durch beide Parteien im Januar 2020 verlässt das Vereinigte Königreich die Europäische Union.

  • 2020

    9. Juli

    Paschal Donohoe wird neuer Präsident der Euro-Gruppe

    Die Euro-Gruppe wählt den irischen Minister der Finanzen und Minister für öffentliche Ausgaben und Reformen, Paschal Donohoe, zu ihrem Präsidenten. Das Verfahren ist in Protokoll Nr. 14 des EU-Vertrags vorgesehen.

    Der neue Präsident tritt sein Amt am 13. Juli 2020 an. Die Amtszeit beträgt zweieinhalb Jahre.

    Paschal Donohoe
  • 2022

    24. März

    Charles Michel erneut zum Präsidenten des Europäischen Rates gewählt

    Charles Michel wird erneut zum Präsidenten des Europäischen Rates gewählt. Dies ist seine zweite Amtszeit von zweieinhalb Jahren, die vom 1. Juni 2022 bis zum 30. November 2024 läuft.

  • 2022

    5. Dezember

    Paschal Donohoe wird zum Präsidenten der Euro-Gruppe wiedergewählt

    Die Euro-Gruppe wählt den irischen Finanzminister Paschal Donohoe für weitere zweieinhalb Jahre zum Präsidenten der Euro-Gruppe. Seine zweite Amtszeit beginnt am 13. Januar 2023.

  • 2023

    1. Januar

    Kroatien tritt dem Euro-Raum bei

    Kroatien wird zum 20. Mitgliedstaat des Euro-Raums.

    Gruppenfoto
    Erste Sitzung der Euro-Gruppe mit Kroatien im Januar 2023
  • 2024

    1. Dezember

    António Costa wird Präsident des Europäischen Rates

    António Costa löst Charles Michel als Präsident des Europäischen Rates ab. Seine Amtszeit läuft vom 1. Dezember 2024 bis zum 31. Mai 2027.

    Antonio Costa steht vor einer Reihe von EU-Flaggen.
    António Costa, Präsident des Europäischen Rates
  • 2025

    7. Juli

    Paschal Donohoe für dritte Amtszeit als Präsident der Euro-Gruppe bestätigt

    Die Euro-Gruppe wählt Paschal Donohoe, irischer Minister der Finanzen, einvernehmlich erneut zu ihrem Präsidenten. Er ist seit dem 13. Juli 2020 im Amt und beginnt seine dritte Amtszeit am 13. Juli 2025. Das Mandat läuft für zweieinhalb Jahre.

  • 2025

    18. November

    Makis Keravnos wird amtierender Präsident der Euro-Gruppe

    Infolge des Rücktritts des Präsidenten der Euro-Gruppe Paschal Donohoe wird der zyprische Minister der Finanzen Makis Keravnos am 18. November 2025 amtierender Präsident. Im Einklang mit den Arbeitsmethoden der Euro-Gruppe wird er diese Funktion wahrnehmen, bis ein neuer Präsident gewählt wird.

    Makis Keravnos, amtierender Präsident der Euro-Gruppe.
    Makis Keravnos, amtierender Präsident der Euro-Gruppe
  • 2025

    11. Dezember

    Kyriakos Pierrakakis zum Präsidenten der Euro-Gruppe gewählt

    Die Euro-Gruppe wählt den griechischen Wirtschafts- und Finanzminister Kyriakos Pierrakakis im Einklang mit dem Verfahren in Protokoll Nr. 14 der EU-Verträge zum Präsidenten der Euro-Gruppe.

    Der neue Präsident tritt sein Amt am 12. Dezember 2025 an; die Amtszeit beträgt zweieinhalb Jahre.

    Kyriakos Pierrakakis
  • 2026

    1. Januar

    Bulgaria joins the euro area

    Bulgaria becomes the 21st member of the euro area.

    Five formally dressed people stand on a stage in front of European Union and Bulgarian flags, holding large commemorative euro-themed plaques and a blue folder with the EU circle of stars, as part of an official ceremony.
    Bulgaria joining euro area ceremony

Letzte Überprüfung: 29. Mai 2026