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Wälder: Zahlen und Fakten

Wälder bieten zahlreiche Vorteile für die menschliche Gesundheit sowie für die Umwelt, stehen jedoch zunehmend unter Druck. Es existieren bereits mehrere EU-Initiativen und ‑Rechtsvorschriften zum Schutz der Wälder, sowohl innerhalb der Europäischen Union als auch weltweit.

Wie Wälder uns nutzen

Wälder spielen eine zentrale Rolle für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen, für die Umwelt sowie für das Klima.

CO2-Speicherung

Jedes Jahr absorbieren die Wälder der EU – also die Bäume, Pflanzen und Böden – rund 10 % der europäischen Treibhausgasemissionen. Somit sind sie die bei weitem größte CO2-Senke in der EU.

Sauberes Wasser und saubere Luft

Wälder reinigen die Luft und fungieren als natürliche Filter, die Regenwasser aufnehmen, sodass es in Wurzeln und Boden versickern kann.

Lebensraum für Tiere und Pflanzen

Wälder sind eine Oase der biologischen Vielfalt. Weltweit bieten sie 80 % aller auf dem Land lebenden Tier-, Pflanzen- und Pilzarten einen Lebensraum.

Holz und andere Rohstoffe

Holzprodukte speichern CO2 und tragen so zur Senkung von CO2-Emissionen bei. Wälder liefern auch andere Rohstoffe als Holz – wie z. B. Nahrungsmittel, Heilpflanzen und Kork.

Schutz für Böden und vor Hochwasser

Die Wurzelsysteme in Wäldern stabilisieren die Böden und verhindern Erosion. Sie helfen auch dabei, den Wasserfluss zu regulieren, den Abfluss von Wasser zu verringern und das Hochwasserrisiko zu senken.

Freizeit und Gesundheit

Wälder bieten uns Raum, um zu wandern, zu campen und eine Verbundenheit zur Natur zu schaffen, und fördern so unsere körperliche und geistige Gesundheit.

Grüne Arbeitsplätze und Beschäftigung

4,5 Millionen Arbeitsplätze in der EU hängen direkt oder indirekt von den Wäldern ab. Weltweit bieten Wälder 86 Millionen grüne Arbeitsplätze.

Waldflächen und Waldgesundheit

Innerhalb der EU

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Fast 40 % der Fläche der EU sind bewaldet, und dank Aufforstung, nachhaltiger Bewirtschaftung, aktiver Wiederherstellung und natürlicher Prozesse ist diese Fläche seit dem Jahr 2000 um 5,5 % gewachsen.

Unseren Wäldern geht es jedoch nicht gut, ihr Gesundheitszustand hat sich verschlechtert.

Weltweit

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Rund 30 % der Landfläche der Erde sind von Wäldern bedeckt. Das entspricht 4,06 Mrd. Hektar bzw. einem halben Hektar für jeden Menschen auf diesem Planeten.

Das Gebiet schrumpft um durchschnittlich 4,12 Mio. Hektar pro Jahr: eine Fläche größer als die Niederlande.

Treibhausgasspeicher

Die Gesundheit und Widerstandsfähigkeit der Wälder, Veränderungen der Waldökosysteme im Zusammenhang mit dem Klimawandel oder mit Schädlingen und eine erhöhte Holzgewinnung können jedoch die Fähigkeit der Wälder beeinträchtigen, Treibhausgase zu absorbieren und zu speichern. Im Jahr 2024 speicherten die Wälder der EU 25 % weniger Treibhausgase als im Jahr 2000, obwohl ihre Gesamtfläche zugenommen hat.

Die Kapazität der europäischen Wälder zur Speicherung von Treibhausgasen nimmt ab

Das Diagramm zeigt die jährliche Menge an Treibhausgasen, die von Wäldern absorbiert wird, in Mio. Tonnen CO2-Äquivalenten (MtCO2-Äq).

Textfassung

Kurvendiagramm zur jährlichen Menge an Treibhausgasen, die zwischen 2000 und 2024 von Wäldern absorbiert wurde, in Mio. Tonnen CO2-Äquivalenten (MtCO2-Äq)

Zwischen 2000 und 2015 absorbierten Waldflächen mit einigen Schwankungen rund 450 MtCO2-Äq pro Jahr. Seit dem Jahr 2015 nimmt das Absorptionsniveau kontinuierlich ab. Im Jahr 2017 fiel es auf 362 MtCO2-Äq und im Jahr 2018 auf 306 MtCO₂-Äq. Seitdem liegt das Absorptionsniveau relativ stabil bei knapp über 300 MtCO2-Äq.

Bedrohungen für Wälder

Wälder sind immer mehr Belastungen und Gefahren ausgesetzt, daher wird es schwerer für sie, uns den gewohnten Nutzen zu bieten.

Durch Entwaldung und Waldschädigung wurden in den letzten 30 Jahren rund 10 % der Wälder weltweit zerstört.

Für Wälder bedeutet der Klimawandel, dass folgende Faktoren verstärkt werden:

• Verlust an biologischer Vielfalt

• Schädlinge und Krankheiten wie der Borkenkäferbefall, der große Waldflächen schädigen kann

• Verschmutzung, wie z. B. hohe Ozonwerte, die die Photosynthesefähigkeit der Bäume verringern

• Dürren und Waldbrände, die zu jüngeren Wäldern oder zu niedrigeren Wachstumsraten führen

Immer mehr Waldbrände in der EU

Das Säulendiagramm zeigt die jährliche Zahl der Waldbrände in der Europäischen Union von 2010 bis 2024. Im Jahr 2022 wurden fast 8000 Waldbrände in der EU verzeichnet, durch die insgesamt 9000 km2 an Waldfläche zerstört wurde.

Textfassung

Säulendiagramm zur jährlichen Zahl der Waldbrände in der Europäischen Union von 2010 bis 2024.

Von 2010 bis 2018 betrug die Zahl der Waldbrände weniger als 1000 pro Jahr, mit Ausnahme eines deutlichen Anstiegs im Jahr 2017, in dem mehr als 1900 Brände verzeichnet wurden. Ab 2019 stieg die jährliche Zahl der Brände kontinuierlich an und erreichte 2022 einen Höchststand von mehr als 7800 Bränden. In den Jahren 2023 und 2024 ging die Zahl der Brände wieder zurück, blieb aber mit über 5000 Bränden pro Jahr auf einem hohen Niveau. Im Jahr 2025 fiel die Zahl der Brände weiter auf rund 2200.

Infolgedessen nimmt die Gesundheit der europäischen Wälder und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Stress ab. Größere Waldbrände verschmutzen zudem Luft und Wasser und tragen wiederum zu einer stärkeren Erderwärmung bei.

Siehe auch

Widerstandsfähigkeit und Schutz der Wälder

Widerstandsfähigkeit und Schutz der Wälder

Entwaldung

Entwaldung

Zwei Hände, die aus Fabrikschornsteinen aufsteigende Gaswolken stoppen.
Maßnahmen der EU gegen den Klimawandel

Maßnahmen der EU gegen den Klimawandel

Letzte Überprüfung: 17. Juli 2025