Skip to content

Multilateralismus

Erfahren Sie, wie die EU mit ihren internationalen Partnern zusammenarbeitet, um weltweit Frieden und Sicherheit zu wahren und auf globale Herausforderungen zu reagieren.

Zusammen können Länder gemeinsame Lösungen für gemeinsame Probleme finden und Frieden und Wohlstand für alle fördern.

Die EU – die selbst auf gemeinsamen Regeln und internationaler Zusammenarbeit gegründet ist – tritt entschlossen für ein multilaterales System ein, in dessen Mittelpunkt die Vereinten Nationen stehen.

Nationalflaggen auf großen Flaggenmästen. Im Hintergrund die Sterne der EU-Flagge.

Was ist Multilateralismus?

Multilateralismus bedeutet, dass Länder durch Dialog und gemeinsame Regeln zusammenarbeiten, um gemeinsame Herausforderungen zu bewältigen und Lösungen zu finden, die allen zugutekommen.

Die Kernidee besteht darin, dass Länder durch Zusammenarbeit und Offenheit füreinander mehr erreichen können, als sie es alleine könnten. Die EU selbst ist ein Beispiel für multilaterale Zusammenarbeit.

Eine Priorität für die EU

Die EU setzt sich intensiv für Multilateralismus ein und arbeitet dabei eng mit den Vereinten Nationen und anderen internationalen Organisationen und Partnern zusammen, um das Völkerrecht zu wahren und Frieden und Menschenrechte zu fördern.

Der Präsident des Europäischen Rates, António Costa, arbeitet auf internationalen Tagungen in seiner Funktion als Vertreter der EU eng mit Partnern aus aller Welt zusammen, um sich für globale Zusammenarbeit und eine faire, regelbasierte internationale Ordnung einzusetzen.

Ein Kreis von EU-Sternen überschneidet sich mit der Weltkugel. Dahinter verblassende graue Kreise.
Präsident Costas weltweite Outreach-Aktivitäten: Stärkung der Beziehungen zu internationalen Partnern

Präsident Costas weltweite Outreach-Aktivitäten: Stärkung der Beziehungen zu internationalen Partnern

Die EU und die Vereinten Nationen

Die Vereinten Nationen (VN) sind das Herzstück des multilateralen Systems der Welt. Sie dienen als Plattform für Dialog, Zusammenarbeit und gemeinsames Handeln. Alle EU-Länder sind Vollmitglieder der VN; die EU selbst ist Mitglied mit erweitertem Beobachterstatus.

Die EU und ihre Mitgliedstaaten bekennen sich uneingeschränkt zur Charta der Vereinten Nationen und ihren Grundsätzen. Gemeinsam sind sie der größte Geldgeber für das System der Vereinten Nationen.

Teilhabe der EU an den wichtigsten VN-Gremien

Die VN-Generalversammlung ist das wichtigste Beratungs-, Politikgestaltungs- und Vertretungsorgan der Vereinten Nationen. Die EU hat einen erweiterten Beobachterstatus und stimmt sich mit ihren 27 Mitgliedstaaten ab, um einheitliche Standpunkte zu vertreten.

Der Sicherheitsrat ist das wichtigste globale Gremium zur Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit. Nach EU-Recht müssen EU-Mitglieder im VN-Sicherheitsrat geschlossen auftreten und die Standpunkte und Interessen der EU vertreten.

Eine gemeinsame Stimme im weltweiten Handel

Die EU ist seit deren Gründung am 1. Januar 1995 Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO), des globalen Gremiums für internationale Handelsregeln auf multilateraler Ebene.

Die 27 EU-Länder selbst sind ebenfalls Mitglieder. Als Zollunion mit einer gemeinsamen Handelspolitik und einem gemeinsamen Außenzolltarif tritt die EU innerhalb der WTO mit einer Stimme auf.

Gestaltung globaler Politik über die G7 und die G20

Die G7 und die G20 sind zwischenstaatliche Foren, in denen sich die großen Volkswirtschaften der Welt vernetzen und vor dem Hintergrund einer polarisierten und sich rasch wandelnden Geoökonomie Antworten auf globale Herausforderungen formulieren.

Die EU ist seit 1981 Vollmitglied der G7 und nimmt als besonderes, „nicht mitgezähltes“ Mitglied teil. Drei EU-Mitgliedstaaten – Frankreich, Deutschland und Italien – sind ebenfalls Mitglieder.

Die EU ist Vollmitglied der G20 seit deren Gründung im Jahr 1999. Drei EU-Mitgliedstaaten – Frankreich, Deutschland und Italien – sind ebenfalls Mitglieder. Spanien ist ständiger Gast.

Die Führungsspitzen der G7 sitzen an einem runden Tisch.
Die Führungsspitzen der G7 in Frankreich (Juni 2026).

Zusammenarbeit mit der NATO

Die Nordatlantikvertrags-Organisation (NATO) ist ein politisches und militärisches Bündnis von Ländern aus Europa und Nordamerika. Ihre Mitglieder sind verpflichtet, sich gegenseitig vor allen Bedrohungen zu schützen.

Fast alle EU-Mitgliedstaaten sind NATO-Mitglieder, mit Ausnahme von Irland, Malta, Österreich und Zypern.

Die strategische Partnerschaft zwischen der EU und der NATO beruht auf gemeinsamen Werten, auf der Entschlossenheit, gemeinsame Herausforderungen zu bewältigen, und auf dem uneingeschränkten Bekenntnis zur Förderung und Wahrung von Frieden, Freiheit und Wohlstand im euro-atlantischen Raum.

Zusammenarbeit zwischen EU und NATO

Zusammenarbeit zwischen EU und NATO

Zusammenarbeit mit regionalen Partnern

Die EU arbeitet mit regionalen Partnern wie der Afrikanischen Union, der CELAC (Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten) und dem Westbalkan zusammen und hält regelmäßige Gipfeltreffen ab. Das Hauptziel dieser Gipfeltreffen besteht darin, politische und strategische Ziele aufeinander abzustimmen und die Wirtschaftsbeziehungen und den Handel zu fördern.

Die Staats- und Regierungschefs aller Länder der betreffenden Region und der 27 EU-Mitgliedstaaten nehmen ebenfalls an den Gipfeltreffen teil.

Aktuelle Erklärtexte

Kollage aus einem Halbkreis aus Flaggenmasten, einem Olivenzweig und einem blauen Helm mit den Buchstaben „UN“. Oben links die Sterne aus der EU-Flagge.
Zusammenarbeit der EU mit den Vereinten Nationen

Zusammenarbeit der EU mit den Vereinten Nationen

Zusammenarbeit zwischen EU und NATO

Zusammenarbeit zwischen EU und NATO

Die EU und die Welthandelsorganisation

Die EU und die Welthandelsorganisation

Letzte Überprüfung: 31. August 2026